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Leistung

Schadstoffgutachten für Abriss und Rückbau

Bevor ein Gebäude fällt, muss klar sein, was darin steckt. Wir organisieren die Untersuchung Ihres Objekts durch qualifizierte Fachleute und setzen die Ergebnisse im Rückbau- und Entsorgungskonzept um.

Warum ein Schadstoffgutachten vor dem Abriss?

In Gebäuden, die vor den 1990er-Jahren errichtet oder umgebaut wurden, sind Schadstoffe eher die Regel als die Ausnahme. Werden sie erst während des Abbruchs entdeckt, drohen Baustopp, Nachträge und im schlimmsten Fall eine Gefährdung von Menschen und Umwelt.

Eine Untersuchung vor Beginn der Arbeiten schafft Planungssicherheit: Sie wissen, welche Materialien betroffen sind, was der fachgerechte Ausbau kostet und wie der Zeitplan aussieht. Zudem verlangen Abfallrecht und Arbeitsschutz, dass Schadstoffe vor dem Abbruch erkundet und getrennt entsorgt werden.

Wichtig: Die Untersuchung und Bewertung von Gebäudeschadstoffen muss durch entsprechend qualifizierte Fachleute erfolgen. Abriss Meier organisiert die Begutachtung, koordiniert die Abläufe und führt den Rückbau auf Basis der gutachterlichen Vorgaben aus. Wir treffen keine eigenen gutachterlichen oder rechtlichen Bewertungen.

Schadstoffgutachten für Abriss: Fachkraft entnimmt eine Materialprobe von einer alten Dachplatte

Diese Schadstoffe werden typischerweise untersucht

Asbest

Bis in die frühen 1990er-Jahre in vielen Produkten verbaut: Dach- und Fassadenplatten aus Asbestzement, Bodenbeläge (Floor-Flex), Kleber, Dichtungen, Nachtspeicheröfen und Rohrisolierungen. Asbestfasern sind krebserzeugend – Ausbau und Entsorgung unterliegen strengen Schutzvorschriften.

Künstliche Mineralfasern (KMF)

Ältere Glas- und Steinwolle-Dämmungen (insbesondere vor 1996 hergestellt) können lungengängige Fasern freisetzen, die als krebsverdächtig eingestuft werden. Solche Dämmstoffe werden verpackt ausgebaut und getrennt entsorgt.

PCB (Polychlorierte Biphenyle)

PCB steckt vor allem in dauerelastischen Fugenmassen, Anstrichen und alten Kondensatoren aus den 1960er- bis 1980er-Jahren. Die Stoffe können in angrenzende Bauteile eingewandert sein und erfordern eine gezielte Beprobung.

PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

PAK finden sich in Teerprodukten – etwa in alten Parkettklebern, Dachbahnen, Abdichtungen und Gussasphalt. Teerhaltige Materialien müssen erkannt und getrennt vom übrigen Bauschutt entsorgt werden.

Teerhaltige Baustoffe

Teerkork, Teerpappen und teergebundene Beläge treten in vielen Bestandsgebäuden auf – oft verdeckt unter neueren Schichten. Eine Sichtprüfung allein reicht hier meist nicht aus; Proben schaffen Klarheit.

Alte Dämmstoffe

Neben KMF können auch andere Dämmmaterialien problematisch sein, etwa asbesthaltige Leichtbauplatten oder mit Holzschutzmitteln behandelte Einblasdämmungen. Die Bewertung gehört in fachkundige Hände.

Schadstoffhaltige Kleber

Unter alten Bodenbelägen verbergen sich häufig asbesthaltige oder PAK-haltige Kleberschichten. Sie bestimmen, wie der gesamte Fußbodenaufbau ausgebaut und entsorgt werden muss.

Belastete Bodenbeläge

Vinyl-Asbest-Platten, Cushion-Vinyl mit asbesthaltiger Rückseite oder PAK-belastetes Parkett: Bodenbeläge sind ein Klassiker unter den Gebäudeschadstoffen und werden standardmäßig untersucht.

Alte Dach- und Fassadenplatten

Wellplatten und Fassadenverkleidungen aus Asbestzement prägen viele ältere Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Sie dürfen nicht gebrochen oder gereinigt, sondern müssen fachgerecht demontiert werden.

Belastete Anstriche

Bleihaltige Farben, PCB-haltige Beschichtungen oder mit Holzschutzmitteln (z. B. Lindan, PCP) behandelte Hölzer kommen in Altbauten regelmäßig vor und beeinflussen die Entsorgungswege.

Ablauf: vom Erstgespräch bis zur Entsorgung

  1. Erstgespräch

    Wir besprechen Baujahr, Nutzungsgeschichte und Ihr Vorhaben – daraus ergibt sich der Untersuchungsumfang.

  2. Sichtprüfung

    Qualifizierte Fachleute begehen das Gebäude und erfassen verdächtige Materialien systematisch.

  3. Probenahme

    Von relevanten Bauteilen werden Materialproben entnommen – gezielt und dokumentiert.

  4. Laboranalyse

    Ein akkreditiertes Labor analysiert die Proben auf Asbest, KMF, PCB, PAK und weitere Parameter.

  5. Schriftliche Bewertung

    Sie erhalten ein Gutachten mit den Befunden, deren Bewertung und den Konsequenzen für den Rückbau.

  6. Rückbau- und Entsorgungskonzept

    Auf Basis der Ergebnisse wird festgelegt, welche Materialien wie ausgebaut und entsorgt werden.

  7. Fachgerechter Ausbau

    Belastete Materialien werden vor dem Abbruch unter den vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen ausgebaut.

  8. Entsorgung

    Die Schadstoffe gehen verpackt und deklariert an zugelassene Entsorgungsanlagen – mit Nachweis.

Nach dem fachgerechten Ausbau der belasteten Materialien folgt der eigentliche Rückbau – nachzulesen unter Hausabriss. Unbelasteter mineralischer Bauschutt kann anschließend aufbereitet werden, siehe Bauschutt Recycling direkt vor Ort; alles Übrige geht in die dokumentierte Bauschutt Entsorgung.

Schadstoffsituation Ihres Gebäudes klären

Nennen Sie uns Baujahr, Nutzung und Ihr Vorhaben. Wir organisieren die Untersuchung durch qualifizierte Fachleute und melden uns für die Abstimmung.

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Schadstoffe bekannt oder vermutet?
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Fotos vom Gebäude und der Zufahrt helfen uns bei der Einschätzung. Bis zu 10 Dateien (JPG, PNG, WebP, HEIC oder PDF), max. 10 MB je Datei.

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